Induktionserwärmung seit 2000

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Induktionshärten von Klingen (Messer und Sägen)

Klingenhärten

  Das Härten der Klinge ist ein entscheidender Schritt bei der Wärmebehandlung von Messern und Sägen, da es die Qualität und Haltbarkeit der Klinge deutlich erhöht. Der Prozess umfasst mehrere wichtige Schritte und Überlegungen:

  • Erhitzen auf kritische Temperatur: Der Stahl wird erhitzt, bis er nichtmagnetisch wird, was den Beginn der Austenitphase anzeigt. Es ist wichtig, den Stahl nicht zu überhitzen, da dies zum Kornwachstum führen kann, wodurch der Stahl weniger flexibel wird und beim Abschrecken anfälliger für Risse wird.
  • Abschrecken: Bei diesem Schritt wird der Stahl schnell von der kritischen Temperatur abgekühlt, um Martensit zu bilden, das sehr hart, aber auch spröde ist. Das Abschreckmedium kann Öl, Wasser oder eine spezielle Lösung sein.
  • Anlassen: Nach dem Abschrecken wird die Klinge angelassen, um die Sprödigkeit zu verringern. Dabei wird der Stahl normalerweise auf eine niedrigere Temperatur, beispielsweise 400℉, erhitzt und dann abgekühlt, was in einem Ofen für Messer erfolgen kann.
  • Ausglühen: Bei geschmiedeten Klingen erfolgt eine Normalisierung, um Spannungen abzubauen und die kristalline Struktur des Stahls wiederherzustellen. Der Stahl wird in einen nichtmagnetischen Zustand erhitzt und dann ohne Abschrecken langsam an der Luft abkühlen gelassen.
  • Temperm: Wenn der Stahl zuvor gehärtet wurde, wird er durch Glühen erweicht, indem er auf eine kritische Temperatur erhitzt und dann sehr langsam abgekühlt wird. Dies geschieht häufig dadurch, dass der Stahl nach dem Ausschalten in der Schmiede belassen wird.

  Für jede Stahlsorte und Klingenform sind möglicherweise spezifische Anpassungen dieser Schritte erforderlich. Durch differenzielle Wärmebehandlung kann beispielsweise eine Klinge mit einer sehr harten Kante und einem weicheren Rücken hergestellt werden. Um die gewünschten Eigenschaften wie Schnitthaltigkeit, Zähigkeit und Korrosionsbeständigkeit zu erzielen, ist es wichtig, den für die jeweilige Stahlart und die Klingeneigenschaften geeigneten Wärmebehandlungsprozess zu befolgen.

  Denken Sie daran, dass die Sicherheit bei der Durchführung von Wärmebehandlungen oberste Priorität hat. Tragen Sie daher stets persönliche Schutzausrüstung und befolgen Sie die Sicherheitsrichtlinien.

Härten von Messern und Sägeblättern durch Induktionserwärmung

  Induktionsheizung ist eine hocheffiziente Methode zum Härten von Messer- und Sägeblättern. Hier ein kurzer Überblick über die Funktionsweise des Prozesses:

  • Induktionsheizung: Die Klinge ist einem magnetischen Wechselfeld ausgesetzt, das aufgrund des Widerstands des Metalls gegenüber dem Fluss von Wirbelströmen Wärme im Metall erzeugt. Diese Methode ermöglicht eine präzise Kontrolle der Temperatur und des zu erwärmenden Bereichs.
  • Kritische Temperatur: Bei Schnellarbeitsstahl liegt die kritische Temperatur bei etwa 2375 °F. Der Induktionserwärmungsprozess erhitzt die Zähne der Klinge auf diese kritische Temperatur, ohne den Rest der Klinge zu beeinträchtigen.

  • Abschrecken: Sobald die kritische Temperatur erreicht ist, wird der erhitzte Teil der Klinge schnell abgekühlt, normalerweise durch einen Wasser- oder Ölsprühstrahl. Durch diese schnelle Abkühlung verändert sich die Struktur des Stahls und es entsteht Martensit, der hart und verschleißfest ist.

  • Anlassen: Nach dem Abschrecken wird die Klinge häufig angelassen, um die Sprödigkeit zu verringern. Dabei wird die Klinge auf eine niedrigere Temperatur erhitzt und anschließend abgekühlt, wodurch Härte und Zähigkeit ausgeglichener werden.
  • Induktionshärten ist besonders für Sägeblätter und Messer von Vorteil, da es bestimmte Bereiche, wie z. B. die Zähne eines Sägeblatts, selektiv härten kann, während der Rest des Blatts weniger spröde bleibt. Dieser selektive Härtungsprozess stellt sicher, dass die Schneidkanten verschleißfest sind, während der Klingenkörper genügend Flexibilität behält, um einem Bruch unter Belastung standzuhalten.
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